Mittelschule Auerbach
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Besuch im Industriemuseum Lauf a.d. Pegnitz

Das rund 3600 Quadratmeter große Gelände mit seinen denkmalgeschützten Gebäuden und großen Freiflächen fügt sich idyllisch zwischen der Laufer Altstadt und dem Fluss Pegnitz ein. Arbeits- und Lebenswelten aus einem Jahrhundert Industriegeschichte (von 1890 bis 1970) werden hier lebendig wie sonst an keinem anderen Ort in Bayern!

Highlights sind eine historische Roggenmühle, ein wasserkraftbetriebenes Hammerwerk, die rund 120 Jahre alte und prämierte Tandem-Dampfmaschine und eine komplett erhaltene stillgelegte Ventilfabrik mit transmissionsbetriebenen Spindelpressen.

Eine zeitgenössisch eingerichtete Wohnung aus den 1950-er Jahren und ein buntes Schaudepot wecken zudem Erinnerungen an die Zeit der Wirtschaftswunderjahre.

(Quelle: https://www.industriemuseum-lauf.de)

Im Rahmen des Faches Geschichte-Politik-Geografie (kurz GPG) besuchten wir am 15. März 2022 das Industriemuseum in Lauf. Nach der Anfahrt mit der Regionalbahn von Neuhaus aus führte uns ein kurzer Fußweg vom Laufer Bahnhof Rechts der Pegnitz zum Industriemuseum, wo wir von unseren beiden Museumsführern herzlich empfangen wurden.
Der Rundgang in zwei Gruppen zeigte uns deutlich die Entwicklung der Industrie in dem sehr anschaulichen Museum. Zuerst wurden uns die früheren Maschinenantriebsformen durch Wasserräder gezeigt und erklärt. Die dazugehörige Mühle konnte im März leider noch nicht besichtigt werden. Auch Strom wurde über die Wasserkraft produziert.

Dann ging es weiter in den Seminarraum, wo auch verschiedene Aktionen für Schulklassen gebucht werden können. Dort wurde uns der Unterschied zwischen Handwerk und industrieller Fertigung nahegebracht. Am Beispiel des Hutmachers wurde uns gezeigt, dass der Handwerker in vielen einzelnen Schritten das gesamte Produkt selbst herstellt. Wir durften dann selbstverständlich die unterschiedlichen Hüte selber mal aufsetzen und unseren passenden „Hutstil“ finden.

Bei der industriellen Produktion wurden die einzelnen Arbeitsschritte dann aufgeteilt, und jeder einzelne Arbeiter führte nur noch einen bestimmten Arbeitsschritt durch, dann ging das Werkstück zur Weiterbearbeitung zum nächsten Arbeiter oder zur nächsten Maschine weiter. Die Arbeit wurde gleichförmiger, es konnten große Stückzahlen hergestellt werden.
In diesem Museum, das bis 1970 eine richtige Fabrik war und in dem Ventilteile für fast alle bekannten Automarken hergestellt wurden, werden auch die sozialen Bedingungen des Arbeiterlebens und die Situation der Stadtbevölkerung dargestellt – sehr interessant.

Höhepunkt war für uns, als der Hausmeister des Museums die riesige Dampfmaschine in Betrieb setzte. Diese wird zwar nicht mehr mit Dampf angetrieben, sondern mit einem Elektromotor, der Antrieb der Maschinen über die großen Riemen und Transmissionen hat uns dennoch beeindruckt.

Nach dem Museumsbesuch konnten wir uns in der Innenstadt kurz stärken, besonders beliebt war dabei das erste Eis aus den Eisdielen. Dann liefen wir wieder zum Bahnhof zurück. Ein interessanter Schultag außerhalb der Schule ging zu Ende.

 

                                              Klassen 7a und 7M

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