Mittelschule Auerbach
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ADAC informiert über Probleme mit Suchtmitteln

Informative 90 Minuten erlebten die Mittelschüler der Klassen 7a, 7M und 9M beim ADAC-Sicherheitstraining zum Thema „Alkohol, Drogen und Medikamente“. Viele Jugendliche erlebten mit einer so genannten Rauschbrille erstmals die Ausfallerscheinungen und Koordinationsprobleme, die beim Genuss von zu viel Alkohol auftreten.

 

 

Wenn der ADAC in die Schulstunde kommt: Suchtprävention in der Mittelschule Auerbach – Unter diesem Titel informieren die Nordbayerischen Nachrichten in der Ausgabe vom 14.11.2019 über die ADAC Aktion. Der Artikel kann hier nachgelesen werden:

https://www.nordbayern.de/region/pegnitz/wenn-der-adac-in-die-schulstunde-kommt-suchtpravention-in-der-mittelschule-auerbach-1.9528744?fbclid=IwAR3dK1UDtISnLVSuvUK4RadlfYuR_anLLku6wq4BP_LrkcEXiHJZnQ04Z6c

Damit hatten viele Schüler nicht gerechnet: Schon mit 0,3 Promille Alkohol im Blut treten erste Bewusstseinsstörungen auf. Der ADAC Nordbayern machte dies mit einem Sicherheitstraining zum Thema „Alkohol, Drogen und Medikamente“ in der Mittelschule erlebbar.

 

Die hohe Unfallbeteiligung junger Fahrer ist ein Problem, das nicht nur in Deutschland, sondern in allen Industrienationen der Welt festzustellen ist. Auch wenn Fahrten unter Einfluss von berauschenden Mitteln nicht die häufigste Unfallursache darstellen, so lässt sich eine erhebliche Schwere bei den Unfallfolgen beobachten - der Anteil an Toten und Schwerverletzten ist hier wesentlich höher. Um den anhaltend positiven Trend der Unfallstatistik zu unterstützen, ist es wichtig, möglichst früh für den Umgang mit Alkohol, illegalen Drogen und Medikamenten zu sensibilisieren.

 

Der ADAC Nordbayern unterstützt die Schulen im Rahmen der Verkehrserziehung und bietet ab der 7. Jahrgangsstufe dieses Verkehrssicherheitsprogramm in allen Schularten an. Von unserer Mittelschule beteiligten sich in diesem Schuljahr drei Klassen, die jeweils zwei Unterrichtsstunden von den Moderatoren des ADAC informiert und sensibilisiert wurden.

 

Der ADAC setzt bei diesem Workshop Rauschbrillen ein, die Ausfallerscheinungen und Koordinationsprobleme bei verschiedenen Promillewerten erlebbar machen. Die Schüler spürten dabei hautnah das so genannte „Doppelsehen“ und die verminderte Wahrnehmung von Geschwindigkeiten und Entfernungen. Für die Schüler war es schwierig, auf der am Fußboden aufgeklebten Linie zu balancieren. Auch die Pylonen blieben nicht am richtigen Platz stehen. Ebenso schwierig war das Aufheben kleiner Münzen.

 

Neben den persönlichen Erfahrungen wurden auch das Gefahrenpotential, das erhebliche Unfallrisiko und die gesundheitlichen Auswirkungen durch den Konsum von Betäubungsmitteln vermittelt. Interessant waren für die Jugendlichen die Informationen über mögliche Folgen für die Erlangung der Fahrerlaubnis und die Konsequenzen von Alkoholfahrten während des „Führerscheins auf Probe“. Ziel des ADAC-Programms ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol, Drogen und Medikamenten. Das Angebot war daher ein wichtiger Beitrag nicht nur für die Verkehrserziehung, sondern auch für die Stärkung des Bewusstseins für die eigene Gesundheit.

 

Unsere Schüler machten sich während des Programms und danach ihre eigenen Gedanken darüber. Drei Schüler/innen aus der Klasse 9M haben ihre persönlichen Erfahrungen niedergeschrieben.

 

 

Damon Blak, 9M: „Der Tag hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte viele Infos sammeln. Am besten beeindruckten mit die Rauschbrillen. Ich habe das erste Mal gemerkt wie es ist, betrunken zu sein. Da ich nie zuvor betrunken war, hat sich meine Einstellung zum Alkohol nicht geändert. Ich finde es immer noch sinnlos, in jungen Jahren Geld dafür auszugeben, den eigenen Körper zu schädigen.“

 

 

Ronja Fischer, 9M: „Wir wurden gefragt, ob und wie oft wir Alkohol zu uns nehmen. Danach haben wir über die Wirkung von Alkohol gesprochen. Schließlich durften wir mit den so genannten Rauschbrillen einen Parcours durchlaufen. Zum Schluss haben wir noch ein Heft ausgefüllt, und dann war die Stunde schon wieder aus. Ich fand die Aktion sehr schön und auch hilfreich, weil ich jetzt weiß, was Alkohol mit meinem Körper macht.“

 

 

Michelle Timm, 9M: „Wer von euch hat noch nie Alkohol konsumiert? Nach dieser Frage der ADAC-Moderatoren hat sich ein Schüler gemeldet, und alle haben gelacht. Dabei ist er doch der Schlauste, oder?

Alkohol schadet den Menschen durch Wasserentzug, Betäubung des Tast- und Schmerzgefühls, und vor allem hat man Probleme beim Laufen und Sehen. Um aus der Sicht eines Betrunkenen einen Parcours zu durchlaufen, bekamen wir verschiedene Brillen. Ich hatte eine Brille auf, die 1,3 Promille simulieren sollte. Das Sehvermögen hat sich dadurch stark verändert, und auch das mit dem Gleichgewicht klappte nicht so ganz.

Nach der etwas lustigeren Praxis kamen wir zur umso ernsteren Theorie. Warum tut ein Mensch mit gesundem Verstand seinem Körper so etwas an? Unsere Antworten waren: Weil es Spaß macht, weil es lustig ist, und weil es dann cooler sei. Aber macht es immer noch Spaß, wenn man auf dem Tisch tanzt, sich dabei auszieht oder hinfällt? Die Folgen sind uns im ersten Moment nicht bewusst. Diese spüren wir erst in den Stunden, in denen der Alkohol abgebaut wird. Wusstet ihr zum Beispiel, dass man für eine Promille etwa zehn Stunden zum Abbauen braucht? Und danach hat man oft noch den so genannten „Kater“.

Der Alkohol bewirkt auch eine deutlich langsamere Reaktionszeit. Gerade in der Nähe von Straßen ist das unpraktisch oder sogar gefährlich. Was schließen wir daraus? Alkohol ist ein gefährlicher Genuss, macht süchtig, bewirkt das Absterben von Gehirnzellen und sorgt dafür, dass Menschen sich verändern.“

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