Mittelschule Auerbach
Mittelschule Auerbach

Ein Eckpfeiler der Mittelschule geht

Johannes Lindner habe sicherlich Pate gestanden für den Begriff „Eckpfeiler einer Schule“, betonte Rektor Ferdinand Höllerer. Das Team der Mittelschule verabschiedete im Beisein von drei ehemaligen Schulleitern den bei Eltern und Kollegen gleichsam geschätzten Studienrat im Mittelschuldienst in den Ruhestand.

42 Jahre wirkte der Michelfelder an der früheren Haupt- und jetzigen Mittelschule. Er unterrichtete Generationen von Schülern in fast allen Fächern. Sogar Werken gehörte früher dazu. Darüber hinaus hat sich Lindner in diversen Arbeitsgemeinschaften engagiert. Beispiele dafür sind die Gestaltung des Pausenhofs und des Atriums, die Initiierung des Schülercafés und der über Jahre sehr arbeitsintensive Schulgarten. Johannes Lindner war dabei nicht nur Ideengeber, sondern half auch tatkräftig bei der Umsetzung. Daneben blieben Zeit für eine Schülerfirma, das Schmücken und Dekorieren der Grundschulaula für den Tanzkursabschlussball, die maßgebliche Erstellung des Jahresberichts, die Mitarbeit in der Stundenplan-Kommission und vieles mehr.

Als Kollege und als Mensch habe er Zuverlässigkeit verkörpert, betonte Rektor Ferdinand Höllerer. „Du denkst immer mit – durchaus auch einmal kritisch, was jeden Vorgang, jeden Prozess viel intensiver beleuchtet – und bringst dich mit enormem Einsatz ein.“ Ein „dafür fehlt mir die Zeit“ oder „auf so etwas kann ich mich nicht mehr einlassen“ habe man nie gehört. Das Wichtigste für Lindner sei stets die pädagogische Arbeit mit den Jugendlichen gewesen. Im Namen der Klasse 10M würdigten ihn Lea Albersdörfer und Nico Renner als Vorbild und Wegweiser. Er habe es verstanden, eine Gruppe mit unterschiedlichsten Voraussetzungen zum gleichen Ziel zu führen. Mit einem Gedicht bedankten sie sich für Lindners Humor, Offenheit und stete Freundlichkeit.

Große Wertschätzung war auch hörbar aus den Worten der Elternbeiratsvorsitzenden Susanne Wagner-Dörrzapf. Als „Fels in der Brandung“ sei Johannes Lindner von den Schülern seiner Klasse anfangs gefürchtet und später als väterlicher Freund geliebt worden. Lindner war ohne Zweifel einer der Motoren der Mittelschule, betonte Wagner-Dörrzapf. Namens des Sachaufwandsträgers bedankte sich Zweiter Bürgermeister Herbert Lehner für den Dienst an der Schule. Johannes Lindner habe im Stillen vieles bewirkt, eine „große Bühne“ sei nie seine Art gewesen.

Auf seinen Wunsch war die Verabschiedung eine schulinterne Feier. Laut Rentenbescheid habe er exakt 44,78 Jahre gearbeitet, meinte Lindner in seinem Abschiedswort. Was bleibe, sei die Erinnerung an den stetigen Wandel eines Berufes, an Lehrplanänderungen, neue Fächer, die Einführung des M-Zuges und vieles mehr. Schon in der Antike haben sich die griechischen Philosophen über die missratene Jugend beschwert. Dies sei zu allen Zeiten ähnlich gewesen. „Die Jugend meistert die Zukunft dennoch seit 2000 Jahren“, betonte der scheidende Lehrer. Die Ergebnisse der pädagogischen Arbeit zeigen sich häufig erst nach Jahren, wenn die früheren Lehrer erfahren, was aus den einstigen Schülern geworden ist.

Mit Musikdarbietungen und einem gemeinsamen Lied gestalteten Lehrer und Schüler die Verabschiedung. Im Namen der Regierung und des Schulamtes überreichte der Schulleiter die Pensionierungsurkunde. Herzlicher Beifall des Kollegiums und der früheren Chefs Wilhelm Schelz, Rudolf Weber und Rudolf Lutye begleiteten Johannes Lindner in den wohlverdienten Ruhestand. Dank galt auch seiner Gattin Elisabeth. 

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